Aufruf zur Einreichung von Beiträgen

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Die Formel im Mittelalter.

Zweite interdisziplinäre Tagung

Nancy und Metz (Frankreich), 7.-9. Juni 2012

Sprachen: Französisch, Englisch, Italienisch, Deutsch.

Einsendeschluss für Beiträge: 1. Oktober 2011.

Eingeladen sind Mediävisten aller Disziplinen, vor allem aus Geschichte, Kunstgeschichte, Diplomatik, Literatur, Linguistik, Musikologie und Theologie.

Denk- und Repräsentationsweisen sind im Mittelalter stark beeinflusst von erwarteten und erkennbaren Regeln sowie Gewohnheiten. Diese führen zu produktiver Spannung zwischen dem individuellen Ausdruck und kollektiven Vorgaben, Veränderung und Kontinuität sowie Neuerung und Ritual. Fragt man nach dem formelhaften Ausdruck, kommt das Rezeptionsproblem auf: Neigt die übliche Wiederholung konventioneller Formeln dazu, diese ihres Sinns zu entleeren und zu Allgemeinplätzen zu machen? Oder bereichert diese Repetition die Formeln um neue Inhalte, welche sich aus unterschiedlichen Zusammenhängen ergeben? Auch die genaue Einordnung des Phänomens wird untersucht: Was unterscheidet eine Formel von einer stereotypen Ausschmückung? Von der Intertextualität?

Bruno Larioux, Professor an der Universität Saint-Quentin-en-Yvelines, hält den Eröffnungsvortrag über die Formel der mittelalterlichen Küche

Mögliche Themenbereiche sind etwa die Musik, die Liturgie, das Recht, die Diplomatik, die Linguistik, die Literatur bzw. die Dichtung, die Übersetzung, die Predigt, die Mathematik, die Epigraphik, die visuellen Künste, die Medizin, die  Alchemie, die Zauberei, die Küche etc.

Die Beiträge können sich unter anderem auf die folgenden Fragestellungen beziehen: die Präambeln von Urkunden, die Eide, die orale Formeltheorie, die Sprache wissenschaftlicher Texte, namentlich medizinischer Abhandlungen, die topoi und die Genrekonventionen, die Höflichkeit und die ritualisierten Interaktionen, die in der Kunst gebräuchlichen Motive, etc.

Die Vorträge (20 Minuten) können in Französisch, Englisch, Italienisch und Deutsch gehalten werden. Eine Auswahl von Beiträgen wird in der Sammlung ARTeM (Brepols) veröffentlicht.

Es wird gebeten, vor dem 1. Oktober 2011 einen Lebenslauf und eine Kurzfassung des Beitrags (höchstens 400 Wörter) über E-Mail an Sylvie Laguerre ( sylvie.laguerre@univ-nancy2.fr) zu senden. Beitragstitel, Name des Referenten, Herkunftsuniversität -bzw. Institut und elektronische Adresse sind in derselben Nachricht anzugeben.

Die Tagung wird organisiert vom Centre de Médiévistique Jean-Schneider (ERL 7229), vom Centre de Recherches Universitaire Lorrain d’Histoire, Metz (EA 3945) und vom Grendel, der Forschungsabteilung über das Mittelalter des IDEA mit der Unterstützung des GDR diplomatique.

Kontakt: elise.louviot@univ-nancy2.fr

Achtung: Jetzt ist es zu spät um einen Beitrag zu unterbreiten. Der Programm kann hier auf englisch und hier auf französich eingesehen werden.